Weltpostverein – union postale universelle

Weltpoststr.4 – 3000 Bern 15

Das Gebäude des Weltpostvereins von Architekt Henry Daxelhofer aus dem Jahre 1968 ist ein typischer Vertreter seiner Zeit und zeigt hohe städtebauliche und architektonische Qualitäten. Die primäre Rohbausubstanz ist in einem guten Zustand und erlaubt sinnvolle Sanierungen der Sekundärbauteile wie Fassade und Haustechnikinstallationen. Die 1968 erstellte Fassade entsprach den aktuellen Anforderungen bezüglich Energieeffizienz und Komfort bei Weitem nicht mehr. Der Energieverlust durch die undichte und schlecht isolierte Fassade mit Schwingflügelfenstern war enorm. Es fehlte ein wirksamer Sonnenschutz, so dass die Behaglichkeit im Sommer erheblich eingeschränkt war.

1.Etappe – Bürogebäude

Es wurde eine architektonische Lösung umgesetzt, die dem qualitativ hochstehenden Gebäude trotz engem Kostenbudget auf eine neue Art gerecht wird. Die städtebauliche und architektonische Präsenz und Charakteristik des bestehenden Gebäudes soll gewahrt bleiben.
Die neue Fassade wird auf die bestehende Unterkonstruktion von aussen aufgebaut, ohne dass die inneren Anschlüsse und der laufende Betrieb beeinträchtigt werden. 
Die neue Konstruktion besteht aus 3-fach verglasten Holz-Metallfenstern mit Lüftungselementen für die Nachtauskühlung. 
Die Brüstungs- und geschlossenen Fassadenpartien wurden aufgedämmt und mit anthrazitfarbenen Metallpanels verkleidet. Dabei wurde die horizontale Bänderung der bestehenden Fassade übernommen und neu rings ums Gebäude geführt. 

2.Etappe – Konferenztrakt

Der Konferenztrakt wurde ebenfalls mach aussen aufgedämmt und mit vertikalen Panels verkleidet. Zugleich wurde das Attikageschoss im Konferenztrakt vollständig erneuert, mit einer neuen Fluchttreppe erschlossen sowie eine mechanische Entrauchnungsanlage im grossen Konferenzsaal eingebaut.
 

Auftraggeber

union postale universelle, Bern

Realisierung

2011 und 2014